Dienstag, 19. Oktober 2010

Erst meditieren dann essen, besichtigen und zum Schluß ernten

Früh am Samstag morgen startete die Exkursion der neuen Studenten und ihrer Tutoren. 8:30 Uhr waren alle fertig und es hieß Abfahrt. Mit dem Bus vom International Dormitory ging es zunächst in die Richtung von Beppu.
Ein Blick durch den Bus verriet, dass einige von uns nicht gerade viel geschlafen hatten.
Nach ca. 45 Minuten Busfahrt durch die Berge von Kyushu erreichten wir unseren ersten Zwischenstopp am heutigen Tag. Es ging auf in ein Kloster zur Zen Mediation.

Eingang zum Garten

Im Meditationsraum wartete schon der Zen-Meister auf uns

Noch haben wir ein Lachen auf den Lippen...
Im Meditationsraum durften wir uns auf Kissen im Schneidersitz hinsetzen.Während der Zen-Meister die Haltung und die Vorgehensweise der Zeremonie erklärte, bemerkten schon einige von uns, dass es nicht so einfach werden würde.Das Zählen bis 10 und das Ein- und Ausatmen klappte noch wunderbar, jedoch die geschätzte Ewigkeit im Schneidersitz in kerzengerader Körperhaltung war dann doch schon sehr anstregend. Zwar dauerte die Ewigkeit nur knappe 20 Minuten, jedoch reichten die vollkommen aus um meine Beine komplett von der Hüfte an abwärts einschlafen zu lassen. Ein super tolles Gefühl, wenn das Blut wieder durch die Beine läuft wie es sollte ;-). 
Nach dieser schmerzvollen Entspannung gab es dann traditionelles japanisches Essen. Tempura... Aber zunächst hieß es für alle Schuhe aus und rein in die Pantoffeln.
jede Menge braune Einheitspantoffeln, die ein wenig klein ausfallen...
So jede Menge fritierte Sachen, Reis, ein wenig Seetang, eingelegter Rettich, Fisch-Suppe und eine Art Eierstich
hungrige und gleichzeitig fragende Blicke
fast alles geschafft...

Das Essen war gut aber nochmal ein ganzes Stück anders als das Essen, welches ich jeden Tag in der Uni bekomme. Aber Seetang und Fisch-Suppe werden wahrscheinlich nicht meine Lieblingsspeisen...

Dritte Station unserer Exkursion war ein großer Tempel mitten im Wald.
Tempel...
Ich höre, sage und sehe nichts.... Was machen die kleinen Burschen im Tempel?
Bei der großen Anzahl an Shinto Göttern verliert man schnell den Überblick...
Zum Abschluss unserer Exkursion durften wir uns alle als Mandarinen-Pflücker bewähren. Als Ernterhelfer mit einer kleinen Schere und einem "kawaii" Körbchen bewaffnet liefen alle querbeet durch die Plantage. Ich fand es schon erstaunlich eine Mandarinenplantage mit reifen Mandarinen mitten im Oktober in Japan vorzufinden.
japanische Mandarinen im Oktober....
Betty und ich als bewaffnete Vollbluterntehelfer
Ich als Onkel Dittmeyer...

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